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Allein mit Kimmich: Zwei Münchner in Russland

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Es war schon ein komisches Gefühl, als sich nach und nach die Nationalspieler von mir verabschiedeten. „Schöne Sommerpause!“, wünschte mir Mats Hummels, als er nach dem 34. Spieltag die Allianz Arena verließ. Jerome Boateng traf ich eineinhalb Wochen nach Saisonende bei einem Termin auf dem Münchner Olympiaturm. „Viel Erfolg in Russland!“, gab mir der DFB-Abwehrchef auf dem Weg, um bald darauf in die Gegenrichtung nach Los Angeles zu jetten. Und Toni Kroos vertröstete mich am Telefon mit den Worten: „2018 fahren wir dann wieder alle zusammen – für die Titelverteidigung.“ Manuel Neuer: verletzt. Thomas Müller: Hand-OP und Benefiz-Golfturnier für seine Stiftung. Vieles davon Spieler, die mit mir seit der WM 2010 jedes Turnier bis mindestens zum Halbfinale begleitet haben. 

Vom FC Bayern ist – mal abgesehen von den Einkäufen Sebastian Rudy und Niklas Süle – allein Joshua Kimmich mit an Board, wenn wir am Donnerstag nächster Woche in den Flieger nach Sotschi steigen. „Es sind einige neue Gesichter dabei, die alle verdient haben hier zu spielen“, sagt Kimmich. Zum Kader räumt er dennoch ein: „Selbst ich bin ja erst seit einem Jahr dabei.“ Nach Abpfiff in Kopenhagen staunt er daher nicht schlecht, wie viele Reporter sich um ihn drängeln, während er erklärt, dass ihn lediglich ein Krampf nach seinem sehenswerten Fallrückzieher zum 1:1 gegen Dänemark quälte. Ausfallen sollte Kimmich aus sportlicher wie journalistischer Sicht keinesfalls  – der junge Münchner ist plötzlich einer der Top-Stars der deutschen Mannschaft.

Emre Can kenne ich bereits seit seinen Tagen als Jugendspieler beim FC Bayern, in der Nationalmannschaft debütierte auch er erst vor zwei Jahren. „Ich habe mich beim Spiel gegen Dänemark ein bisschen umgeschaut und dachte mir: ,Boa! Ich bin schon einer derjenigen, die am längsten mit dabei sind“, sagt mir Emre, als wir uns begrüßen. Neben uns gibt gerade Julian Draxler einem TV-Sender ein Interview. Ich erinnere mich noch gut an den Media-Day vor der WM 2014 in Brasilien, an dem jeder Spieler für sich an einem der 23 Tische Fragen von den vielen mitgereisten Journalisten beantwortete. Weil Draxler allein an seinem Tisch blieb, setzte er sich nach fünf Minuten des Wartens mit Ron-Robert Zieler zusammen, da es für den Jungreservisten wie den dritten Ersatztorwart kein großes Interesse gab. Beim Confedcup wird der PSG-Profi nun der Kapitän sein. 


In diesem Moment kommt Amin Younes ums Eck und klatscht bei mir ein. „Hey, schön Dich wiederzusehen“, sagt der Ajax-Dribbler. Ihn habe ich eine Woche zuvor bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Düsseldorf zum ersten Mal getroffen (das Interview ist in der aktuellen Ausgabe von SPORT BILD). So wie Antonio Rüdiger, den ich zur Vorbereitung des Turniers in Rom besuchte. Genau das ist der Grund, warum der Confedcup für mich als Reporter so interessant wird. Es gibt neue Charakter zu entdecken. „Weißt Du“, sage ich zu Emre, „beim Confedcup 2005 habe ich Poldi zum ersten Mal so richtig kennenlernen dürfen.“ Das war der Anfang von neun gemeinsamen Jahren in der Nationalmannschaft. Emre nickt, er weiß, was ich damit sagen will. Viele Stars mögen beim Confedcup in Russland fehlen – doch für einige zukünftige Hoffnungsträger beginnt an diesem Juni-Abend 2017 in Dänemark der Weg für Ihre eigene DFB-Karriere. Wie bei den inzwischen zurückgetretenen Poldi, Lahm, Schweinsteiger, Klose & Co will ich auch bei ihnen von Anfang an mit dabei sein. 

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