Chancenlos gegen Messi und Ronaldo

Philipp Lahm, bis zu seinem DFB-Rücktritt als Kapitän noch stimmberechtigt, winkte mir zu dem Thema ab. Der Bayern-Profi weiß, wie heikel die Weltfußballer-Wahl aus Münchner Sicht ist. Auch Thomas Müller wollte seine Favoriten nicht nennen, nachdem er schon zuvor Messi und Ronaldo über alle Konkurrenten erhob. Und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schwieg ebenfalls. Zu schlechte Erfahrungen hatte der Rekordmeister zuletzt gemacht.

Am 30. November werden die drei Finalisten für die Fifa-Weltfußballer-Wahl am 11. Januar 2016 bekannt gegeben. Mit Müller, Neuer, Vidal, Lewandowski, Robben und Alaba sind sechs Bayern im Rennen. Hoffnung machen sie sich auf den Titel nicht. Manuel Neuer, der zuletzt den dritten Platz belegte, zu SPORT BILD: „Wie kann man Positionen miteinander vergleichen? Wie die Arbeit von de Gea und mir, Ramos und Boateng oder Ronaldo und Messi? Ich tue mich da schwer. Am Ende werden die üblichen Verdächtigen wieder vorne sein.“ Gemeint sind Messi und Ronaldo, die seit 2009 den Titel unter sich ausmachen. Jerome Boateng sieht dagegen noch einen Außenseiter: „Ibrahimovic hatte auch ein super Jahr 2015!“