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Die letzte Story um Lahm und Bayern ist noch nicht geschrieben

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Ein wahrlich aufregender Pokalabend gestern, wenn auch weniger aus sportlicher Sicht. Es ist 20.36 Uhr, als ich den blauen Twitter-Button im Gang des vierten Stocks der Allianz Arena drücke. Zeitgleich geht auf unserem Sport Bild-Account die Nachricht raus, die als Schlagzeile am nächsten Morgen an jedem Kiosk der Fußball-Republik liegen wird: „LAHM Schluss mit Bayern – Der Kapitän beendet im Sommer seine Karriere und steht auch nicht als Sportdirektor zur Verfügung“. Dann gehe ich zurück in die Loge 36, wo ich zum Pokalspiel der Bayern gegen Wolfsburg zu Gast sein darf, und bestelle mir ein Bier. Denn jetzt heißt es: Warten.

Auch wenn ein Journalist sicher ist, dass seine Geschichte hundertprozentig stimmt, kann er sich nie gewiss sein, wie die ersten Reaktionen darauf ausfallen. Bewusst war zuvor intern in der Redaktion beschlossen worden, die Nachricht erst dann herauszugeben, wenn sie auf die Akteure des Pokalspiels keine Unruhe mehr für die Partie auslösen würde – insbesondere auf Philipp Lahm. Der Protagonist der Geschichte wusste nicht, dass seine Entscheidungen bald publik werden würden. Und ich war gespannt, was er dazu sagen wird.

Als erstes sprach jedoch Uli Hoeneß. Der neue Aufsichtsratschef wollte die Geschichte erstmal nicht bestätigen, verwies auf eine Absprache mit Lahm, sich gemeinsam zu Wort melden zu wollen. Bei Sky geht Hoeneß aber noch auf SPORT BILD ein, als nach der Aufsichtsratssitzung am Montag gefragt wird, auf der das Thema Lahm besprochen wurde. Bei Sitzungsende gegen 21 Uhr, so Hoeneß, wären die Druckmaschinen von SPORT BILD längst angelaufen gewesen. Das ist so aber nicht ganz richtig: SPORT BILD druckt erst um 23 Uhr an. Tatsächlich haben wir die Titelgeschichte im Laufe des Tages mehrmals aktualisiert, auch die Schlagzeile am Abend noch mal geändert. Erst da waren wir definitiv sicher, dass Lahms Entschluss nun amtlich ist.

Beeindruckend war der anschließende Auftritt von Philipp selbst. Um 23.10 Uhr kommt er aus der Kabine und gleich zur Sache. Er bestätigt erst den Rücktritt, dann die Absage für den Posten des Sportdirektors. Er sei ab Sommer erstmal „Privatier“. Kein Herumgeeier, keine Ausweichfloskel à la „Bitte nur sportliche Fragen, wir hatten heute ein Pokalspiel…“ Erst als die Fragen zu weit in die Zukunft gehen, als dass er sie beantworten könnte, bricht Lahm etwas genervt ab. Er nimmt seinen Blumenstrauß, den er nachträglich für sein Jubiläum zum 500. Pflichtspiel für Bayern bekam, und verabschiedete sich in die Nacht.

Ich bin sicher, wir werden Lahm auch nach der Saison bei Bayern wiedersehen. Nicht in diesem Sommer, sondern in einem der nächsten. Er wird sich nun in Ruhe auf die Aufgaben vorbereiten, die noch vor ihm liegen. Das letzte Story um Lahm und den FC Bayern ist mit Sicherheit noch nicht geschrieben.

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