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Google-Interview mit Vidal

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Seit elf Tagen begleite ich die deutsche Nationalmannschaft durch Russland. Dabei kommt es unterwegs schon mal zu Begegnungen mit alten Bekannten – wie Arturo Vidal.

Die DFB-Spieler sind längst schon nach ihrem 1:1 gegen Chile im Bus. Auch Nachzügler Leon Goretzka, der noch in der Kabine einen Mitternachtssnack zu sich genommen hat. Von den Chilenen immer noch keine Spur. Als einer der ersten Südamerikaner saust Alexis Sanchez durch die Mixedzone an den Journalisten vorbei.
No, no, no, no – mehr ist aus dem Arsenal-Profi nicht herauszubekommen. Schon auf der Pressekonferenz zuvor, zu der der offiziell gewählte „Man of the Match“  erscheinen muss, verweigerte er Fragen zu seiner Zukunft. Ein BILD-Kollege ruft ihm zu, ob er denn zum FC Bayern komme. Antwort? No! Nein, er hat es nicht auf die Frage gemeint. Sanchez sagt „No“ – er will und wird nicht sprechen.
Nun kommt auch Arturo Vidal ums Eck gebogen. Schon von weitem strahlt und winkt er mir entgegen. Vidal und ich kennen uns, haben schon Interviews bei Juventus Turin, später natürlich auch beim FC Bayern geführt. Als ich einmal über seine Alkohol-Eskapaden berichtete, war er zwischenzeitlich sauer. Bald war das bei Arturo auch schon wieder vergessen. Er weiß selbst, dass er ein „Bazi“ ist, wie wir in Bayern zu „Lausbuben“ sagen.
„Como estas?“, rufe ich ihm entgegen. Arturo freut sich sichtlich über meine Spanisch-Bemühungen. Wenn ich jetzt beim FCB-Star kein Bier bestellen will, ist mein Wortschatz aber auch schon aufgebraucht. Bei unseren Interviews war immer ein Dolmetscher mit dabei. Ohne diesen ist eine Kommunikation zwischen uns nicht möglich. Weder Englisch noch mein spärliches Schul-Französisch, das mir immer bei Franck Ribéry eine Hilfe war, sind es bei Arturo. Weil ich das weiß, bin ich vorbereitet.
In dem Moment, in dem Arturo bei mir stehen bleibt, bildet sich hinter mir schon eine Traube aus chilenischen Journalisten. In perfektem Spanisch, vermutlich mit chilenischem Akzent, bombardieren sie ihren National-Helden mit Fragen. Sie staunen daher nicht schlecht, als ich als deutscher Kollegen ihren Rede-Schwall mit einem lauten Ruf unterbreche. „Hey, Arturo!“ Dann halte ich Vidal mein Handy-Display entgegen. Er stutzt erst ein wenig, fängt Stirn-runzelnd an zu lesen, lacht dann lauthals auf. Er hat verstanden. Der Google-Übersetzer hat meine Frage wohl verständlich formuliert. Jetzt fängt Vidal an, mir seine Antwort in mein IPhone zu diktieren, dass fleißig für mich aufzeichnet.
Ich erahne schon ein wenig, was Vidal erzählt hat. Gewissheit werde ich erst am nächsten Morgen haben, wenn mein Kollege Michi Reis – spricht fließend Spanisch – mir die ihm gemailte Aufzeichnung ins Deutsche übersetzt hat. Der Inhalt: Auch Arturo weiß noch nicht, ob Sanchez zum FC Bayern kommen will. Aber er hofft es! Denn Vidal ist sich sicher: „Mit ihm würden wir uns sicher verbessern!“
Das „Gracias“ für das Statement konnte ich Arturo noch selbst am Abend zuvor sagen sowie mich unfallfrei auf Spanisch verabschieden: „Adios, Arturo!“ Auf ein baldiges Wiedersehen! Gerne mit Sanchez, der könnte für unsere weiteren Gespräche auch in Englisch dolmetschen.

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