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Lügen, Millionen und PSG – darum hoffe ich, dass Paris nie die Champions League gewinnt

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Das letzte Gruppen-Spiel des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain mag sportlich gesehen mehr oder weniger bedeutungslos sein. Dennoch gibt es viele Gründe, warum ich hoffe, dass PSG verliert. Der für mich entscheidendste dabei: Paris-Boss Nasser Al-Khelaifi.

Wenn PSG-Präsident Al-Khelaifi Interviews gewährt, dann natürlich im großen Stil. Im September 2012 hatte ich eine Audienz bei dem Mann, der die Scheich-Millionen aus Katar ausgeben darf. Mit SPORT BILD, Europas größtem Sportmagazin, als Deutschland-Vertreter. Aus Madrid flog „Marca“, Spaniens größte Sportzeitung, ein. Ihr folgte „La Gazzetta dello Sport“, das italienische Pendant. Aus England war der Londoner „The Guardian“ zu Gast. Nasser ist Statthalter und verlängerter Arm des wahren Klubbesitzers Tamim bin Hamad Al-Thani, Multi-Milliardär und Kronprinz von Katar.

Wir sitzen in einer Lounge im Prinzenpark und mit jeder Antwort bekomme ich mehr das Gefühl, dass hier jemand nicht ganz ehrlich mit mir ist. Das sage ich Nasser auch, als es um die Vergabe der WM 2022 nach Katar geht, bei der schon damals der Verdacht auf Bestechung im Raum stand. Der PSG-Boss reagiert gereizt. Widerworte ist er offenbar so wenig gewohnt wie Kritik. Ich lasse das Thema fallen, denn eigentlich bin ich ja in Paris, um über sein neues PSG zu sprechen.

Wenn ich seine Antworten heute im Rückblick lese, fühle ich mich in meinem Gefühl von damals bestätigt.

Was heute für PSG Neymar ist, war 2012 Zlatan Ibrahimovic mit seinem angeblichen Mega-Gehalt von 14,5 Millionen Euro netto. Selbst Karl-Heinz Rummenigge ließ wissen, dass ihm bei solchen Zahlen schlecht werde. Nur das eine Mal in diesem Gespräch lässt sich Nasser hinreißen, wird emotional und zischt: „Wenn Herrn Rummenigge schlecht wird, kann er zum Doktor gehen.“

Was ist aber mit dem Mega-Gehalt? Nasser: „Das ist uns eine wichtige Botschaft: Bei uns wird niemand überbezahlt!“

Neymar verdient laut der Enthüllungsplattform Football Leaks bei PSG pro Monat 3.069.520 Euro. Das entspricht einem garantierten Jahressalär von rund 37 Millionen Euro.

Weiter sagte Nasser: „Wir respektieren bestehende Verträge. In dem Moment, in dem wir an ihm interessiert sind, würden wir als Erstes den Klub informieren. Das ist die Art, wie wir arbeiten.“

Der FC Barcelona reagierte geschockt, als PSG unerwartet die 222 Millionen Euro Klausel für Neymar aktivierte, wollte seinen Star nicht kampflos ziehen lassen. „Wir werden das Geld von einem Verein wie PSG nicht akzeptieren“, sagte der spanische LaLiga-Präsident Javier Tebas

Er sagte: „Ich kann versichern, dass wir keine Probleme mit dem Financial Fairplay bekommen werden. Es gibt Regeln, und an die halten wir uns. Ich wünsche allen anderen Klubs nur das Beste für den Wettbewerb.“

Inzwischen hat die Uefa ein Verfahren gegen Paris Saint-Germain eingeleitet nach den jüngsten Rekordtransfers von Neymar und dem Franzosen Kylian Mbappé. Grund: Möglicher Verstöße gegen das Financial Fairplay. Nasser selbst droht eine Anklage wegen Bestechung im Zuge einer Vergabe von Sport-TV-Rechten.

Nasser sagte damals auch, er wolle die Champions League in den nächsten vier, fünf Jahren gewinnen. Auch das wird hoffentlich nicht wahr sein.

P.S. Nassers unüberlegte Attacke gegen Rummenigge mache ich zur Überschrift. Der verärgerte PSG-Boss ließ darauf seinen Medienberater bei mir anrufen: Die Aussage sei demnach nicht offiziell gemeint und auch nicht zur Verwendung gedacht gewesen. Ich richtete aus, dass ich das anders sehe. Ich fand sie von allen Antworten Nassers am ehrlichsten

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