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So bekam Robben seinen Spitznamen Aleinikow

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Der Schlag war präzise und hart, genau wie sein Schuss. Mein Kollege Tobias Altschäffl und ich begegneten Arjen Robben nach dem historischen 2:1-Sieg im Champions-League-Finale 2013 über Borussia Dortmund im Bauch des Wembley-Stadions. Der Holländer hatte gerade einige Interviews in der Presse-Zone hinter sich, als er uns auf dem Weg zum Mannschaftsbus über den Weg lief. Ich hob meine Hand, um Arjen zu signalisieren, dass ich noch ein kurzes Anliegen hätte. Als Siegtorschütze wollten wir ihm anbieten, für die Titelstory von SPORT BILD seine Geschichte als Kolumnist niederzuschreiben. Doch Robben stoppte nicht, donnerte stattdessen wütend seine Faust in meine ausgestreckte Hand.

Auch in der größten Stunde seiner sportlichen Karriere konnte Robben seinen Frust nicht kontrollieren. Den Frust über seinen Spitznamen, den ihm zwar seine Kollegen verpasst, SPORT BILD aber erstmals geschrieben hatte: Aleinikow.

So berichte SPORT BILD im Oktober 2011 erstmals über Robbens Spitznamen im Team
So berichte SPORT BILD im Oktober 2011 erstmals über Robbens Spitznamen im Team
Aleinikow, wie der sowjetische Ex-Nationalspieler Sergei Aleinikow. Verpasst hatte Robben den Spitznamen die Fraktion deutscher Nationalspieler im Bayern-Team. Weil der Holländer ihrer Meinung nach am liebsten ALLEINE spiele. Auch über seine Vorliebe, immer besonders enge und taillierte Trikots im Training und Spiel anzuziehen, um seinen muskulösen Oberkörper zu betonen, wurde in der Mannschaft heftig gefeixt. Sein Tick, die Kollegen im Spieler-Tunnel noch mal warten zu lassen, um als Letzter aus der Kabine zu kommen, galt den Kollegen als Ego-Verhalten.

Nach den Pfiffen der Münchner Fans im Freundschaftsspiel des FC Bayern gegen Holland beim verlorenen „Finale dahoam“, in dem Robben einen Elfmeter vergeben hatte, überdachte Robben seine Einstellung. Lange spielte er danach Team-fähiger…

Im Sportstudio am Samstag holte Robben nach dem 3:1-Sieg die Geschichte wieder ein. Die ZDF-Kollegin Claudia Neumann fragte Robben nach seinem unterkühlten Verhältnis zu Robert Lewandowski. Der Holländer reagierte schmallippig. Die Frage, wolle er nicht mehr beantworten, ließ er wissen. Sein TV-Lächeln war da schon längst verschwunden. Nachfrage? Ergebnislos.

Wie im Spiel zuvor gegen den VfB Stuttgart hatte Robben seinen Mannschaftskollegen Lewandowski auch auf Schalke vor dem Tor übersehen, nicht angespielt. Der Pole ist über ähnliche Ego-Robben-Aktionen seit längerem sauer. Beide Profis schneiden sich.

So berichtete SPORT BILD nach dem 4:0 über den VfB Stuttgart
So berichtete SPORT BILD nach dem 4:0 über den VfB Stuttgart

Robbens egoistische Aktionen auf dem Rasen hatte in der Vergangenheit schon oft für Verstimmung im Team gesorgt. Mit Thomas Müller zoffte sich Robben im Januar 2011 beim Spiel gegen Bremen um einen Freistoß. Franck Ribéry schrie ihn im Mai des gleichen Jahres in der Partie gegen Schalke an, nachdem Robben auf seine Bitten abzuspielen nicht reagiert hatte: „Nichts okay! Du sagst okay, aber du machst nichts.“ Im April 2012 sollte der Dauer-Streit beim Spiel gegen Real Madrid in einer Kabinen-Prügelei zwischen den beiden Kreativ-Spielern enden. Auch Mario Gomez beschwerte sich oft, dass Robben lieber nach innen ziehe, um selbst den Abschluss zu suchen, als ihn in der Zentrale anzuspielen. Nun brodelt es mit Lewandowski in dem nächsten Bayern-Kollegen.

Für Robben sind aber wahrscheinlich wieder die Medien schuld. Und zwar ganz ALLEINE.

 

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