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So laufen Sport-Interviews mit Kroos, Rüdiger, Reuter & Wolf

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Vier Interviews in einer Ausgabe – jedes Mal unter anderen Umständen und zu komplett verschiedenen Themen. Was sie gemeinsam haben: Ich begegnete dabei immer sehr interessante Charakter, die ebenfalls nicht unterschiedlicher sein könnten. Das gehört zu den Dingen, welche die Reporter-Arbeit so abwechslungsreich machen. Und natürlich die Reisen… – doch das erste Gespräch führe ich diesmal in meinem Wohnzimmer.

CHAMPIONS LEAGUE

Das Titel-Interview führe ich mit Toni Kroos. Ursprünglich wollte ich nach Madrid kommen, doch vor dem Champions-League-Finale hat Real Madrid den Terminplan der Profis eingeengt. Saß ich beim letzten Gespräch noch mit Toni auf der Terrasse des königlichen Trainingsgeländes zusammen, habe ich ihn nun in der Leitung. Der Nationalspieler bittet um 15 Minuten Aufschub. Er muss noch seinen Sohn in den Kindergarten bringen. In Deutschland sind die Kinder schon über eine Stunde am Spielen, in Madrid geht es offenbar erst gegen 10 Uhr los. „Spanische Zeit“, fügt Toni erklärend an, dass die Uhren im Süden eben anders laufen. Meine erste Frage richtet sich auch nach der Zeit: „Wie lange haben wir?“ Toni erwidert entspannt: „Fang einfach mal an…“ Am Ende werden es vier Heft-Seiten werden.

Meldung Toni Kroos

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CONFED CUP

Rom wird die ewige Stadt genannt, für mich wird sie diesmal nur zum kurzen Tagestrip. Antonio Rüdiger empfängt mich auf dem Trainingsgelände des AS Rom. Zusammen werden wir den Confed Cup in Russland verbringen, so dass es einige Themen im Vorfeld zu besprechen gibt – wie auch den Abschied von Legende Totti. Anders als beispielsweise beim FC Bayern werden die Interviews bei der Roma nicht in einem speziellen Presse-Raum geführt, sondern der Journalist wird in die Spieler-Lounge geladen, wo auch die Familien und Freunde der Profis verkehren. Mein Blick fällt natürlich sofort auf dem Kicker mit dem Logo von Bayer Leverkusen. Ein Geschenk des Werksklubs, als sich die Wege der Vereine in der Champions League kreuzten. Ich bin natürlich gespannt, ob ich auch Francesco Totti treffen werde, bevor er seine einzigartige Karriere beendet. Stattdessen kommt mir Radja Nainggolan mit einer kleinen Lauf-Gruppe entgegen. Reporter bitten grundsätzlich nie um Autogramme, schließlich verlangt der Beruf eine gewisse Unabhängigkeit. Ausgerechnet von Nainggolan hat sich allerdings mein kleiner Sohn ein Autogramm gewünscht. Bei der Fügung des Schicksals mache ich eine Ausnahme, da ich wohl ohnehin so schnell nicht über den Belgier berichten werde. Dann kommt auch schon Toni zum Interview. „Lass uns draußen am Pool sitzen, hier drin ist es zu heiß“, sagt der Verteidiger und geht voran für ein ausführliches Gespräch. Es werden drei Seiten.

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Beim Verlassen der Lounge blicke ich auf die Spieler-Parkplätze, die bei der Roma mit Rückennummern der Profis markiert sind. Die „10“ ist leider schon leer. Mein Sohn wird sich über Nainggolan freuen, ich aber habe Totti, ein großes Idol meiner Jugend, verpasst.

 

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BUNDESLIGA-TABELLENKELLER

Mit Stefan Reuter habe ich schon lange ein Interview nach Saisonende vereinbart. Da der Augsburg-Manager in St. Eurach in der Nähe des Starnberger Sees ein Benefiz-Golfturnier bestreitet, treffen wir uns dort, da es für mich näher ist als Augsburg und die Kulisse zudem herrlich. Bevor wir loslegen kommt BR-Moderator Lambert Dinzinger zu uns an den Tisch, um uns vor seiner Runde zu begrüßen und Reuter zur Vermeidung der Relegation zu beglückwünschen. „Da kannst du gleich uns beiden gratulieren, schließlich war das auch sein Auftrag“, scherzt Reuter und deutet auf mich. „Mir wurde klar zu verstehen gegeben, dass wir das Relegation-Hinspiel am Vatertag tunlichst vermeiden sollen. Auch die Journalisten wollen da lieber bei den Familien als im Stadion sein.“ Recht hat er, der Stefan. Wieder eine Seite.

Meldung Stefan Reuter

 

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BUNDESLIGA-AUFSTEIGER

Unser Magazin muss montags abgeschlossen werden, weshalb Termine an diesem Tag eine enge Kiste sind. Ich habe aber noch ein aktuelles Gespräch zum Abschluss der Woche in Stuttgart ausgemacht. Und da VfB-Trainer Hannes Wolf mit seiner Mannschaft die Tage zuvor auf Ibiza auf Feier-Ausflug verbrachte, blieb nur das enge Zeitfenster. Diesmal wird das Gespräch im Büro des Pressesprechers Tobias Herwerth geführt, der stilecht den Espresso in einer VfB-Tasse anbietet. Bevor der eigentliche Protagonist kommt, klopft Sportvorstand Jan Schindelmeiser an die Tür. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich zum Saisonausklang noch mal auszutauschen. Wenig später betritt Wolf den Raum. Sein Blick fällt direkt auf meinen Fragen-Block. „Ibiza“, liest er mein erstes Stichwort und scherzt: „Da können Sie gerne fragen, erzählen werde ich dazu nicht viel.“ Was auf Ibiza passiert, bleibt auf Ibiza. Das wollen wir dann mal sehen. Die VfB-Doppelseite wird mit der Frage beginnen: „Herr Wolf, Sie flogen nach dem Wiederaufstieg mit Ihrer Mannschaft nach Ibiza. In der Regel ist es ungewöhnlich, dass Spieler Ihren Trainer zum Feiern mitnehmen.“ Antwort Hannes Wolf (36): „Sagen wir mal so: Die Spieler konnten sich das nicht aussuchen…“

Diese Zeilen tippe ich übrigens im Flieger. Auf dem Rückflug von einem Interview in Düsseldorf…

Die Artikel zum Blog lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von SPORT BILD.

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