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So tickt Ribéry privat im Interview

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Es ist wie ein Wiedersehen mit einem Klassenkameraden am Anfang eines neuen Schuljahrs. Frank Ribéry schlappt in seinen Adiletten zum Interview herein. Die erste Frage stellt er selbst: „Und? Wie war Euer Sommer?“

Es ist schön, wenn sich ein Fußballer auch an dem Leben der Reporter interessiert zeigt, die ihn und seine Karriere ja auch schon lange begleiten. Zehn Jahre kennen Franck und ich uns schon. Ich steckte ihn in eine Lederhose für ein Fotoshooting, noch bevor es der FC Bayern tun konnte. Er schüttete mir dafür einen Eimer Wasser vom Dach des Trainingsgeländes über den Kopf. Quasi als Testversuch, bevor Oliver Kahn nach mir aus der Kabine kam und gleich noch mal zum Umziehen musste.

Wie mein Sommer war? Ich erzähle Franck von den Erlebnissen und Eindrücken vom Confed Cup. „Russland ist ein schönes Land“, sagt Franck und ich frage mich, ob der Franzose den Schlager-Hit „Moskau“ von Dschinghis Kahn kennt. Immerhin turnt Leslie Mandoki  dauernd in der Bayern-VIP-Lounge der Allianz Arena rum. Statt über den Eurovision Contest reden wir aber nun über den UEFA-Cup und die 0:4-Halbfinal-Niederlage von Ribéry mit Bayern 2008 in Sankt Petersburg. Jetzt sind wir schon mittendrin – im Thema Fußball und dem Alter!

„Ich bin ein alter Mann“, scherzt Franck und streckt demonstrativ seine Beine und Arme. Er habe daher zuletzt viel für seinen Körper gemacht. Während die Kollegen am Strand lagen, radelte er an der Säbener Straße und machte fleißig Aqua-Jogging im Pool. Bei den Testspielen pausierte er. „Ich wollte kein Risiko eingehen, aber alles ist gut“, versichert Franck. Früher sei er ja selbst in der Sommerpause lieber vor Ibiza mit dem Jetski rumgedüst. „Meine Kinder haben gerade eine wichtige Phase in der Schule, da kannst Du nicht einfach in Urlaub fahren“, erklärt nun der Vater Franck. Darum habe er in München fast drei Wochen täglich trainiert.

Jetzt wird vor der Tür gehupt und diskutiert. Francks Bruder ist mit dem Dienst-Audi angekommen, unterhält sich lautstark mit einem Freund der Familie. Franck reckt den Kopf aus dem Fenster. Grinsend wendet er sich uns wieder zu: „Es ist schon verrückt! Die unterhalten sich echt auf Deutsch! Meine ganze Familie tut das.“ Er schüttelt den Kopf. „Wer hätte das vor ein paar Jahren noch gedacht…“

Franck Ribéry ist schon mehr Mia-san-mia als die meisten anderen Profis im Klub, sogar als viele Deutsche. Allein Thomas Müller ist ihm schon per Geburtsrecht her voraus. Im Laufe des Gesprächs wird klar werden, wie sehr der Franzose am FC Bayern hängt. Dass dies nicht seine letzte Saison sein soll, aber könnte. Ribéry will weiter spielen! Will mehr spielen! Douglas Costa ist bereits nach Turin geflüchtet, weil er an diesem Ribéry nicht vorbei kommt. Serge Gnabry hat sich direkt nach seiner Verpflichtung ein Jahr nach Hoffenheim Ausleihen lassen. Kingsley Coman droht auch an der Weltklasse seines Landsmannes zu scheitern. Ist er fit, scheint Franck konkurrenzlos. Es könnte dennoch die letzte Saison von Franck Ribéry beim FC Bayern sein. Am Ende entscheidet Carlo Ancelotti.

Mir würde etwas fehlen, wenn Franck mich nach der Sommerpause 2018 nicht mehr mit den Worten begrüßen würde: „Und? Wie war Euer Sommer?“ Den Bayern-Fans sicher auch. Wenn nicht sogar der ganzen Bundesliga.

Das ausführliche Interview mit Franck Ribéry lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von SPORT BILD.
 

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