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Und über den Wolken läuft Radio Müller

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Bei Länderspielen haben Spieler wie Reporter oft den gleichen Arbeitsweg. Aus Münchner Sicht ist das für den Länderspiel-Doppelpack gegen Tschechien (Samstag) und Hannover (Dienstag) die LH2068, Mittwoch 11 Uhr von München nach Hamburg. Die Nationalspieler werden um 13 Uhr zum DFB-Treffpunkt von Bundestrainer Jogi Löw im Hotel Meridien erwartet, ich in meiner Stammredaktion am Axel-Springer-Platz. Als ich, selbst noch sehr gut in der Zeit, zu Gate 26 komme, sitzt Thomas Müller schon da. Oft werde ich gefragt: Ist der Müller wirklich so locker, wie vor den TV-Kameras? Das Bild, dass sich mir im öffentlichen Wartebereich (nicht in einer der exklusiven Lufthansa-Loungen, deren Partner der FC Bayern ist) bietet, gibt darauf die beste Antwort: Müller sitzt inmitten der anderen wartenden Fluggäste, neben sich drei eingepackte Wurstsemmel. Der Müller frühstückt erstmal gemütlich.

Begrüßt wird sich mit einem herzlichen Servus. Bald stößt auch schon Mats Hummels dazu. Thema in der Runde wird schnell Shkodran Mustafi, der in der gerade erschienen SPORT BILD-Ausgabe über sein Leben als Muslim und Nationalspieler spricht. Die deutsche Nationalmannschaft ist ein Vorbild, wie Menschen verschiedener Religionen harmonisch erfolgreich zusammenarbeiten können. Müller erzählt, dass er von der vierten bis zur 13. Schulklasse Ministrant war. Hummels ist bekennender Atheist. Thomas fällt dabei auf, dass ich Mustafis Vornamen im Gespräch umschiffe. „Sag mal seinen Vornamen“, zieht mich Müller auf. Für mich ist „Shkodran“ tatsächlich unaussprechlich. Als ich entgegne, dass ich zum Glück nicht fürs Fernsehen oder Radio sondern als schreibender Journalist arbeite, steigt Hummels beim Necken mit ein: „Buchstabier mal seinen Namen!“ Zur Erheiterung der Runde verhasple ich mich nun auch dabei noch. Punktsieg für die Nationalspieler. Dabei rufen sie den Arsenal-Profi selbst ja auch meistens nur „Musti“.

Vom Rest des Bayern-Quintetts ist noch nichts zu sehen. Jerome Boateng und Joshua Kimmich reisen separat an. Beim Boarding stellen wir dafür fest: Der Kapitän ist längst an Bord. Manuel Neuer sitzt auf Platz 1F. Müller hat 2A, Hummel den Platz dahinter. Ich sitze 5E, die erste Economy-Reihe. Bastian Schweinsteiger hat zu seinem DFB-Rücktritt mal spaßeshalber gesagt, dass ihm wenigstens nun Dauer-Sitznachbar Müller im Flieger nicht mehr die Ohren vollquatschen könne. In 10000 Metern Lufthöhe begreife ich ihn nun langsam. Was Müller da drei Reihen weiter vorne erzählt, verstehe ich nicht. Was ich aber höre, ist: Müller unterhält die Business-Class bestens und durchgehend. Seine unverwechselbare Stimme im Ohr wirkt irgendwie beruhigend. Meine Augen werden schwerer, kurz darauf nicke ich ein. Und über den Wolken läuft weiter Radio Müller.

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