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Warten mit Hoeneß wegen Polt, Ribéry und Altintop

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Unsere Treffen mit Uli Hoeneß am Tegernsee haben inzwischen schon ein wenig Tradition. Diesmal verabreden mein Kollege Raimund (dort auf Reha) und ich uns mit dem Bayern-Präsidenten im Jägerwinkel zum Interview, um seine Sorgen über den aktuellen Fußball-Wahnsinn zu bereden. Da Hoeneß (von der Säbener Straße) wie auch ich (Flug aus Hamburg) aufgrund von Staus auf der A8 nicht pünktlich sind, plaudern wir erst einmal über Verspätungen. Und schon sind wir bei Gerhard Polt, dem bayerischen Humor-Urgestein, Franck Ribéry und Hamit Altintop.
Das Freihaus Brenner in Bad Wiessee ist so etwas wie Hoeneß‘ zweites Wohnzimmer und bot auch schon oft den Schauplatz von Bayern-Feiern. Eine Anekdote erzählt Hoeneß nun bei unserem Treffen. Zur Unterhaltung eines Mannschaftsabends hatte Hoeneß Kabarettist Gerhard Polt („Man spricht Deutsch“) eingeladen. Es ging schon auf 21.30 Uhr, der vereinbarten Auftrittszeit, zu – doch von Polt war nichts zu sehen. Hoeneß wurde langsam nervös, eine Telefon-Nummer des Kult-Bayern hatte er jedoch nicht. Freihaus-Chef Jupp Brenner meinte darauf: „Polts Nummer kenne ich auch nicht, dafür habe ich die vom Wasi, der ist sein Nachbar am Schliersee!“ Der Wasi, das ist Markus Wasmeier, Olympiasieger im Super-G 1994. 
So schickten Hoeneß und Brenner den Wasi rüber zu Nachbar Polt, der gerade seine abendliche Brotzeit vorbereitete. „Du Gerhard, oben am Berg wartet der FC Bayern auf Dich“, richtete Wasi aus. Polt, sichtlich überrascht, denn er hatte den Termin erst für die kommende Woche eingetragen, schnappte sich seinen Janker und setzte sich ins Auto. 20 Minuten später stand Polt im Freihaus. „Er zischte schnell eine Halbe und legte dann einen Auftritt hin, den keiner der Spieler so schnell vergessen sollte“, erinnerte sich Hoeneß. 
Im Freihaus haben auch wir schon die ein oder andere Flasche Wein zusammen getrunken. Besonders in Erinnerung blieb mir ein spontanes Treffen. Raimund (wieder mal auf Reha) und ich waren im Freihaus eingekehrt und hatten Hoeneß wissen lassen, dass er gerne dazu stoßen könne. Als wir allerdings die zwei Dienst-Audis von Ribéry und Altintop den Berg zu Hoeneß‘ Landhaus hochfahren sahen, rechneten wir nicht wirklich mehr mit dem Bayern-Patron. Wir sollten uns täuschen…
Es dauerte keine Stunde bis Hoeneß überraschend die Terrasse zum Freihaus betrat. Er habe unsere Nachricht erhalten und wir sollten uns noch ein wenig gedulden. Er habe eine Flasche eines sehr guten Wein geöffnet, dabei allerdings vergessen, dass Ribéry und Altintop als Moslems ja keinen Alkohol trinken würden. Nun serviere er zu Hause gerade Tee – und den Wein würden eben wir später zusammen verkosten. Der Chef des Lokals, Jupp Brenner, hätte als alter Bekannter sicher keine Einwände. So kam es dann auch, nachdem die Dienst-Audis wieder den Berg hinab gerollt waren.
Es gibt Verspätungen, die im Nachhinein schöner sind, als jeder pünktliche Termin. Oder um im Polt-Duktus („Warten auf Dillinger“) zu bleiben: „Wenn der Dillinger nicht kimmt, dann geht gar nix.“


Das Interview von Uli Hoeneß lest Ihr in der aktuellen Sport Bild.

 

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