Guardiola: „Ich, Präsident! Bist Du verrückt?!“

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Es ist üblich, dass Pep Guardiola am Ende einer Presserunde einem Landsmann auf katalanisch noch ein, zwei Fragen beantwortet. Meistens geht es um Politik, die Frage der katalanischen Unabhängigkeit von Spanien ist für die Barca-Ikone eine Herzensangelegenheit. Guardiola hat sich dafür sogar auf eine Wahlliste setzen lassen, wenn auch weit unten. Er unterstützt das Projekt mit seinem Namen, aber vielleicht in Zukunft auch mit mehr? „Wir haben einen neuen Präsidenten, müsst Ihr wissen“, klärte Guardiola die deutschen Journalisten über das Gesprächsthema auf. Vor zehn Tagen ist Carles Puigdemont, bislang Bürgermeister von Gerona, zum Ministerpräsidenten Kataloniens gewählt worden. Bei der Rückfrage, ob das mal auch was für ihn wäre, schüttelte sich der Patriot aber dann doch vor Lachen. „Ich, Präsident? Bist Du verrückt?!“, ließ er wissen, bevor er sich zum Abschlusstraining für das Auftaktspiel beim Hamburger SV verabschiedete. 
Etwas für deutsche Medien hatte Guardiola zuvor aber auch noch zu seiner Zukunft zu sagen. „Ich werde hierher zurückkommen, nach Deutschland – vielleicht auch als Trainer“, platzierte der Spanier überraschend und unaufgefordert seine Botschaft. Vielleicht auch ein wenig mit Kalkül, um nach seinem für Sommer angekündigten Abschied mit dem Wechsel in die Premiere League die enttäuschten Fans zu beruhigen…

Vielleicht ist bei Guardiolas angeblicher Rückkehr dann wieder in München ein Präsident im Amt, der ihn schon einmal aus New York zum FC Bayern holte. „Ich freue mich für Uli, vor allem aber für seine Familie und ihn persönlich“, schränkte Guardiola ein. Denn ob Hoeneß erneut Präsident werde, wollte der Spanier nicht kommentieren: „Was im Verein passiert, das ist ein Thema für Uli.“ Dass Hoeneß noch einmal die Macht beim FC Bayern ergreift klingt jedoch weit weniger verrückt, als das Guardiola noch einmal eine Mannschaft in der Bundesliga trainiert.